Samstag, 19. Juli 2008
Atomausstieg - Meinungen der Parteien
SPD (für den Ausstieg):
- atomarer GAU kann nicht ausgeschlossen werden
- ungeklärte Endlagerung
- terroristische Gefahr
- Atomstrom ist für den Verbraucher nicht güsntiger
- Atomstrom löst die Energiekrise nicht (Autos und Beheizung bleiben steigende Kosten)



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CSU (gegen den Ausstieg)
- Energielücke entstünde
- Deutschland würde eine Exportschlager-Technologie verlieren
- Rohstoffknappheit macht andere Energien teurer
- höhere Abhängigkeit von Exporten
- "Es ist doch heuchlerisch, Atomstrom aus Frankreich und Tschechien zu importieren, und gleichzeitig die eigenen Kernkraftwerke abzuschalten."
- "Nur mit der Kernenergie können wir unsere Klimaschutzziele erreichen."

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CDU (gegen den Ausstieg):
- Energie wird auf absehbarer Zeit nicht billiger werden
- Es ist unmöglich AKWs abzuschalten und keine neuen Kohlekraftwerke zu bauen.
- einige Stromunternehmen haben sich schon bereit erklärt, zusätzliche Gewinne aus den AKWs dem Kunden zurückzugeben und den Strom zu vergünstigen

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FDP (gegen den Ausstieg)
- Deutsche Stromverbraucher zahlen in Europa am meisten
- höhere Abhängigkeit von fossilen Importen
- AKWs sollen solange laufen, bis sie vollständig ersetzbar durch moderne Technologien sind
- Klimaziele sind ohne AKWs mittelfristig nicht zu erreichen

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Die Grünen (für den Ausstieg)
- Sicherheit nicht hoch genug (alle AKWs würden einen terroristischen Flugzeugangriff nicht standhalten)
- Strom wird nicht günstiger
- von einer Laufzeitverlängerung würden nur die Stromerzeuger profitieren
- ungelöstes Endlagerproblem
- AKWs liefern keine nutzbare Wärme
- Uran kommt wie das Gas aus Russland

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Atomenergie - Energie der Zukunft?
Die Atomdebatte wurde wieder kräftig angeheizt und dauert nun schon mehrere Wochen an. Als besonders Klimaschonend werden die AKWs verkauft, zuweil sogar als "Ökoenergie" bezeichnet. Doch "öko" kann man es nicht nennen wegen dem radioaktiven Abfall und seiner ungeklärten Endlagerung.



Als Hauptargument wird die überaus günstige Zwittereigenschaft von AKWs genannt: Gut fürs Klima und günstig für den Verbraucher.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Oft wird der Abbau von Uran und der eigentliche Bau des AKWs übergangen, die auch eine enorme Umweltbelastung darstellen. Doch dieses Problem gibt es auch bei Kohlekraftwerken etc. Nur bei regenerativen Energien besteht dieses Problem nicht.
Von günstigen Strom kann auch der Verbraucher nicht reden. Es mag sein, dass Atomstrom vergleichsweise günstig ist, aber davon merkt der Verbraucher nichts. Die Energiekonzerne machen mit abgeschriebenen AKWs prächtige Gewinne, womit auch das Argument in der Luft verpufft.

Lösungsansätze gibt es zuweil viele:

Man könnte z.B. CO2 in den Markt einspeisen, indem man sagt, dass Unternehmen vllt 35€ bekommen, wenn sie eine Tonne CO2 übernehmen. Es wird darauf gesetzt, dass der Erfinderreichtum des Marktes eine Lösung entwickelt. Dadurch würde der Sinn von Atomstrom schwinden.

Auch gibt es die Möglichkeit, dass Stromkonzerne 60 - 70% ihrer Atomstromgewinne in Fonds einzahlen, die die sozial Schwächeren abfedern und die Forschung antreiben.

Die Laufzeit der AKWs soll zwar erhöht werden, aber ein Neubau soll per GG verboten werden. Doch dadurch könnte wertvolles Potenzial verschenkt werden.

Quelle (bezieht sich nur auf die Lösungsansätze):
Spiegel Nr. 29 S. 33

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